Rüsselheim e. V.
Respektvoller Umgang darf nicht an der Stalltür enden
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Happy

Happy war vielleicht das speziellste Schweinchen in der Obhut von Rüsselheim. Sie stammte aus dem letzten Wurf von Lana, bevor diese mit allen anderen Mutterschweinen im Jahr 2012 gerettet wurde. Obwohl Lana, die jetzt auf dem Gnadenhof Lemuria lebt, in einer der grausamen Abferkelbuchten eingesperrt war, ist sie versehentlich auf Happy draufgetreten und so wurde das Rückgrat bis zu den Hinterbeinchen gebrochen, was zur Lähmung des hinteren Rückens geführt hat. Happy war somit unfähig, die Zitzen ihrer Mutter zu erreichen. Sie wurde von uns aufgenommen und mit Babymilch von Hand aufgezogen. 9 Monate lang wurde Happy von einer Pflegefamilie liebevoll betreut, bis sie eines Tages von der Couch fiel und ihre Verletzungen so schlimm waren, dass sie eingeschläfert werden musste. Danke, dass wir Dich und deine bedingungslose Liebe erleben durften.

Über der Regenbogenbrücke

Schlomi

Eine treue und liebevolle Seele, die vor dem Schlachter gerettet werden konnte und ihren Lebensabend in Rüsselheim erleben durfte.

Jakob

In den frühen Abendstunden des 23. April 2015 ist unser lieber Jakob an seinem kleinen und sehr liebevollen Pflegeplatz vollkommen unerwartet und ohne ersichtlichen Grund für immer eingeschlafen... Jakob war ein Kämpfer und so eine Frohnatur. Er hatte schon mit einem guten Jahr eine eitrige Entzündung am Knochen und er war über 4 Wochen in der Tierklinik mit einer Heilungschance von maximal 10%. Es war ein Kampf, diese Erkrankung zu überwinden Er hatte die schwere Krankheit überstanden und konnte irgendwann wieder aufstehen. Wir gingen zusammen an der Leine spazieren und die Nachbarschaft der Tierklinik freute sich über ihn und war begeistert, dass er das Gras aus den Randsteinen wegfraß und sie belohnten ihn mit Aprikosen und Äpfeln. Hunde waren sehr irritiert, aber Jakob fand alles sehr spannend und wir hatten viel Spaß und Freude als klar war, dass er es geschafft hatte. Nur kurz nach seiner Genesung bekam er ein Problem an der Hüfte und einen Abszess. Er wurde wieder in die Tierklinik gebracht und erholte sich erneut und nach weniger als einer Woche konnte er an seinen neunen kleinen und fürsorglichen Platz umziehen. Er futterte mit bestem Appetit und hatte auch einiges nachzuholen, er war quietschfidel und das vitalste Tier vor Ort. Es gab keinerlei Anzeichen, dass ihm etwas fehlte oder es ihm nicht gut ging. Dennoch ist er am 23. April gegen 19.00 Uhr mit erst knapp 6 Jahren von uns gegangen.

Flecki & Hannes

Eine so traurige Nachricht: Wir haben unsere beiden so sehr geliebten und außergewöhnlich charakterstarken Schweine Flecki und Hannes in der gleichen Nacht verloren. Danke an Julia Winkler, die die beiden immer mit so liebevollen Augen durch die Kamera gesehen hat. Dieser Bilder bleiben auch für die, die sie nicht kannten, damit es unvergessen bleibt, wie groß unser Verlust ist!

21.10.2015 - Sugar - Bullenkälbchen mit Handicap -

                      und Burgi schmerzlich verloren

Rabenschwarze Tage. Wir haben gestern innerhalb weniger Stunden im Schwarzwald unseren lieben und wunderschönen "Sugar" und in Schnaittach unsere schwarze lustige und anhängliche Burgi verloren. Der Tierarzt stand bei der wöchentlichen Bestandskontrolle daneben als Burgi kollabierte und einen Herztod erlitt. - Sie wird in Erlangen obduziert. Sugar ist in wenigen Stunden sehr schwach geworden und verstarb noch, bevor die Tierärztin vor Ort war. Der Tod dieser beiden Tiere erschüttert uns im Innersten.

Emma

Doris Rauh, 14.11.2015: “Und jetzt, warum Du so lange so geschaut hast, Emma, Du wusstest, dass wir uns in dieser Welt das letzte Mal gesehen haben... Und wäre so gerne dort geblieben, weil ich da eigentlich hingehöre, wo unsere Tiere sind... Emma, Du wirst immer in meinem Herzen und der aller sein, die Dich kennenlernen durften.”

Niki

Auch unsere Niki ist viel zu früh gegangen. NIcht nur von unseren Rindern wird sie schmerzlich vermisst. Sie erlag einer Lungenentzündung. Unser Bestandstierarzt hat sie mehrfach mit Antbiosen versorgt, aber sie hat es dennoch nicht geschafft.
Pialotta und Sadie Viel   zu   kurz   durften   sie   ihr   kurzes   Leben   in   Freiheit   und Sicherheit   genießen.   Pialotta   erlag   einer   Meningitis   und hat    den    tapferen    Kampf    leider    verloren.    Aus    unseren Herzen werden sie niemals ganz verschwinden. Run   free   kleine   Kämpfer!   Eure   Freude   über   die   kleinen Dinge   wie   Tomaten   und   Haferflocken   fehlen   uns   und   dem Rudel so sehr.

Mogli 23.06.2016

Unser ganz besonderes Schwein Mogli ist heute für immer eingeschlafen... An seinem ganz persönlichen Pflegeplatz mit allen Mittelchen und Physio und vor allem unendlicher Liebe seiner Pflegemama hat unser großer Kämpfer es geschafft, ein fast normales Leben zu führen. Dann kamen ein paar Rückfälle und immer wieder hat er sich aufrappeln können. Als schließlich keine Besserung mehr eintreten wollte, er vielleicht auch schon seinen eigenen und ganz neuen Plan hatte, mussten wir unseren kleinen Mogli mit der unverkennbaren Radlerhose schweren Herzens ziehen lassen. Er ist nicht alleine gegangen und war behütet wie jeden Tag. Möge er für immer unter Freunden und unbeschwert ab heute wieder alles genießen, was ihm größte Freude bereitet!
3. Juli 2016 - Luise
Doris: “Unter den Besonderen gibt es immer solche, die die ganz Besonderen sind. Mit ihnen geht man eine noch engere Verbindung ein, weil sie anhänglicher sind, ihre Dankbarkeit offensichtlicher zeigen, eine unumgängliche Präsenz zeigen und einfach eine Liebenswertigkeit haben, die aus jeder Pore abstrahlt. Sie sind die, die alles um sich herum vergessen, sobald man sich mit ihnen beschäftigt und die ihren Bauch noch gestreichelt haben wollen, wenn sich schon erste Anzeigen von Muskelkater im Oberarm bemerkbar machen... LUISE gehört zu ihnen. Sie trägt das ALLES in sich. Sie erhellt das Herz von jedem. Luise ist ein Tier, das in einem Großstall wie wir sie haben, immer zu kurz kommt. Wie sehr habe ich mir für sie und Mäxle und einige andere einen kleinen und persönlicheren, familiären Pflegeplatz gewünscht... Ich habe ihn in ihrem 5-jährigen Leben nicht gefunden. Unsere Luise ist gestern gestorben. Es tut mir so leid, dass ich ihr das nicht bieten konnte, was aufgrund ihrer Nähe zu den Menschen ihr innigster Herzenswunsch gewesen wäre: Die immerwährende Verbindung mit Menschen, die sie genauso bedingungslos lieben wie sie uns alle geliebt hat.”
Juli 2016 - Die verlorene ... Mia
12 gerettet und sie verloren. Sie soll wenigstens einen Namen haben, wenn man ihr schon kein Leben gegönnt hat. Sie hatte eine Person, die genau sie haben wollte. Sie wäre freigekauft worden und hatte eine halbe Patenschaft zugesichert. Und obwohl wir ALLE Tiere reserviert hatten, hat man sie aus der Herde rausgezerrt, aufgeladen und zum Schlachthof ums Eck gekarrt. Sie war eine der ruhigen und sicher ein braves Mädchen. Wie so viele brave Kuhmädchen, die man nach Jahren im Dienst umbringen lässt. Ich habe es in der Früh gehört, dass sie am Schlachthof steht. Ich habe 2.000 € geboten, dann 3.000 € und dann hieß es zu spät und ein paar Paragraphenreiter haben sich an schwachsinnigen Gesetzen festgebissen, statt einmal einem Wesen in Not zu helfen. Warum musste sie noch sterben? Weil sie nicht tragend war? Wir hätten sie genauso nicht schwanger genommen wie auch mit Drillingen im Bauch. An der einen armen Seele wäre es nicht gescheitert. Nicht trächtig wäre ja noch einfacher gewesen! Wer auch immer ihren unsinnigen Tod zu verantworten hat, wird irgendwann noch an diese unmenschliche und gemeine Entscheidung denken! Sie wird wie Stalker für immer in meinem Herzen und in meinen Gedanken bleiben. Leb wohl Du liebes Wesen, in einer besseren Welt! Wir hätten Dich mehr gewollt als die, die Dich jeden Tag gesehen haben. Es tut mir leid, dass wir mit soviel Niedertracht trotz einigen Jahren in dieser gnadenlosen Branche der Tiervernichtung aus niederen Gründen nicht kalkuliert haben.
Juli 2016 - Céline Bläcki
Auch sie ist soooo goldig und hat ein allerliebstes Gesichtchen! Die kleinwüchsige Céline, nach der lieben Céline genannt, die sie heute gefahren hat und Bläcki war ihr bisheriger Name, weil ihre Mutter Bläck hieß. Als ich sie in Empfang genommen habe, bin ich wirklich über ihren Zustand erschrocken. Sie hatte sicher mehrere Baustellen und war ein kleines Krüppelchen. Leider hat am Ende alles Beten nichts geholfen.
Juli 2016 - Flocki
Er hatte noch keinen einzigen Paten und wurde von uns Flocki genannt. Er war der Kleinste von den Jungbullen, die mit bei den schwangeren Kühen waren, die mit zum Schlachthof gekommen wären. Er war so schön mit seinen beiden Augenflecken und wurde gerade erst vor vier Wochen kastriert. In zwei Wochen wäre die Karenzzeit vorbei gewesen und er hätte auf die Weide zurück zur Herde gedurft. Er war zusammen mit Xaver, dem Jungbullen, den "Weil Tiere lieber leben" aufgenommrn hat. Nun lag er abends tot im Stall und wird keinen anderen Namen mehr als Flocki bekommen... Flocki, wir alle hätten Dir eine längere Entschädigung für das bisherige Elend und viele Weidesommer gewünscht ...
August 2016 - Hannah
Wenigstens die letzten drei Jahre ihres Lebens wurde sie mit aller Liebe und Zuwendung verwöhnt und durfte noch einmal alles erleben, was ihr vorher nicht vergönnt war. Wir konnten ihr das letzte Kalb retten und sie war bis zuletzt eine unendlich liebevolle Mutter. - Auch wenn der dicke Brummer inzwischen soviel größer und vor allem massiger war als unsere alte klapprige Hannah mit der maroden Hüfte. Sie war so schön und so würdevoll und sie bleibt für immer in unserem Herzen. Sie waren unzertrennlich. Soheila hatte das große Glück, ihre Mutter zu behalten, bis die Mutter nicht mehr konnte. Wäre ihre Hüfte nicht so kaputt gewesen, hätte Hannah noch ihre Soheila überlebt, nur damit der ja nicht ja nix passiert.
Dezember 2016 - Kilian
So kurz vor Weihnachten und so kurz vor einem sicheren Leben mit seinen Kameraden und uns haben wir einen ruhigen und braven Bullen verloren, der gerade erst im Mai dieses Jahres ein Jahr alt geworden ist. Er hatte erst am Freitag eine Vollpatenschaft geschenkt bekommen und einen Namen: KILIAN Daher wurde er gestern gleich zusammen mit Yukiko und Balou kastriert. Ich war dabei und er war der Unkomplizierteste von dem Trio. Er hat so friedlich geschlafen und geatmet. Balou hingegen brüllte über zehn Minuten in Narkose - und ohne dass man ihn überhaupt angefasst hatte - wie ein Nebelhorn und die unbetroffen Kumpels auf der anderen entfernten Seite des Gatters brüllten mit. Yukiko musste mehrfach nachgespritzt werden und schlief schier nicht ein. Ich war fast nur mit Beruhigen dieser beiden beschäftigt und Kilian stand als Zweiter nach Balou wieder auf. Yukiko musste aufgestellt werden. Bei den nächtlichen Kontrollen waren alle in Ordnung. Heute morgen um 7.00 Uhr haben alle drei mit gutem Appetit gegessen und sollten am Nachmittag als Ochsen zu ihren Bullenfreunden zurückkehren können. Zwei Stunden später lag Kilian wieder friedlich eingeschlafen und schließlich tot im Stall. Zurück daheim hat mich die Nachricht des Landwirts erreicht und ich mag nicht verstehen, warum ihm sein Leben und uns die Freude, ihn aufwachsen zu sehen, nicht vergönnt war. In tiefer Trauer um Kilian sind wir alle, die ihn kennenlernen durften.
Januar 2017
Doris:   Die   letzten   Tage   bzw.   Abende,   denn   tagsüber   bin   ich   im   Büro,   habe   ich   in   der Tierklinik verbracht. Willy   ist   heimgekommen   und   im   Krankenabteil   im   Stall.   Für   ihn   suchen   wir   dringend einen   Pflegeplatz   mit   ein   oder   zwei   kleineren   Schweinen   -;   bevorzugt   mit   Ebern,   weil   die nicht aufreiten. Dafür   ist   im   gleichen   Zug   unser   Pumpa   in   die   Tierklinik   gekommen.   Er   kommt   nicht hoch. Pumpa   kommt   aus   einer   unfachmännischen   und   sinnlosen   Vermehrung   und   hatte   nie ein   schönes   lebenswertes   Leben.   Wir   haben   ewig   um   ihn   gekämpft   und   jetzt,   wo   er endlich ein Leben hätte das...! Dazu habe ich ein kleines blindes Zwillingsbüble in die Tierklinik bringen lassen. Es   war   am   Verhungern.   Viel   zu   klein   und   abgemagert,   weil   der   nächste   Depp   nicht erkannt hat, dass es Kokzidiose hat. Die   Kokzidien   haben   seine   Darmzotten   zerstört   und   es   konnte   die   Nahrung   nicht   mehr verwerten. Die Tierklinik hat tagelang um sein Leben gekämpft. Gestern ist der kleine FIETE dann gestorben kurz nachdem ich in die Klinik kam... Er   war   so   lieb.   Er   war   so   dankbar   und   ich   war   mir   mit   dem   Ärzteteam   so   sicher,   dass   er es schafft. Der   Landwirt   hat   nicht   mal   gemerkt,   dass   er   blind   ist.   Wie   sollte   er   erkennen,   dass   er nur noch Haut und Knochen ist... Mein Gott, was für ein beschissener Weg für ein so unschuldiges kleines Würmchen!
Fiete
Leni
Doris:   Du   warst   viel   zu   klein   und   viel   zu   zart   für   ein   Kalb.   Lennardt   war   noch   dazu   ein sehr   großes   Bullenkalb.   Du   bist   viel   zu   früh   schwanger   geworden   und   das   auch   noch   am falschen   Platz.   Du   wurdest   in   einem   Betrieb   geboren,   den   das   Veterinäramt   geschlossen hat,   um   ein   einem   Betrieb   zu   landen,   der   Euch   mit   verschimmeltem   Futter   gefüttert   hat, der   den   tragenden   und   laktierenden   Kühen   kein   Kraftfutter   gegeben   hat   und   wärst   Du nicht tragend gewesen, hätte man Dich geschlachtet mit dem Großteil der Herde. Du   hast   alle   Energie   Deines   miserablen   Futters   in   Dein   Kind   gesteckt   und   in   die   Milch   für ihn. Du hast alles für Ihn getan und nichts für Dich. Man   hat   tatenlos   zugesehen   wie   drei   Kälber   an   Dir   getrunken   haben   und   erst   einen Tierarzt eingeschaltet, als wir Dich bezahlt hatten. Die   Aufbauspritzen   waren   nur   von   kurzer   Dauer.   Ich   denke,   dass   die   Mycotoxine   in Deinem Futter und die hohe Milchleistung Deine Leber kaputt gemacht haben. Unser   Landwirt   hat   gesagt,   dass   so   Lennardt   so   kräftig   und   gepflegt   aussieht   wie   Du ausgemergelt   bist.   Er   ist   das   plüschigste   und   kräftigste   Kälbchen.   Smilla   hat   ihn   nun neben ihrer eigenen Fay angenommen. Auch ohne ihn werde ich Dich nicht vergessen. Ich   hatte   gehofft,   so   trotzig   wie   Du   Dein   Kinn   vorschiebst,   dass   dieser   Trotz   Dir   hilft   trotz aller Widrigkeiten alles durchzustehen. Danke   an   den   Landwirt,   der   Dir   bestes   Futter   und   warmes   Wasser   gegeben   hat,   damit nichts   weiter   an   Dir   zehrt.   Der   Dir   eine   Decke   gegeben   hat   und   Dich   gewendet   hat   und versucht, Dich aufzustellen. Aber Du hattest nicht die Kraft zu stehen. Du   hast   so   Hunger   gehabt   und   bis   zuletzt   gegessen.   Sogar   in   Seitenlage   hast   Du   noch Heu gegessen, so als ob Du wenigstens einmal im Leben satt werden wolltest. Ich wünschte, wir hätten Dich früher geholt. Wir waren zu langsam. Ich war zu langsam.
Am 9. Januar hatte Anna ein winziges und mickrige Bullenkälbchen zur Welt gebracht. Das letzte und einzige, was ihr nach einem Dutzend zuvor entrissener Kälbchen hätte bleiben sollen. Doch nach der Geburt legte sie sich hin und stand nicht mehr auf. Der Landwirt und die Tierärztin kämpften fortan um das Leben der beiden. Anna hat durch die ausschließliche Anbindehaltung keine Muskulatur. Der kleine Amadeus bekam keine Biestmilch bekommen und stattdessen wurde ihm ein Biestmilchersatz eingegeben. Anna bekam Infusionen und währenddessen wurde fortlaufend ihr Herz abgehorcht, um zu kontrollieren, ob sie die Infusionen verkraftet. Anna ist eine riesige Kuh, die man nicht einfach so aufstellt. Wenn eine andere Kuh ihrem Amadeus zu nahe kam, hat sie versucht, diese wegzustoßen. Sie hat nach dem Kleinen gebrüllt, wenn er außer Sicht von ihr war. Dann hat der Kleine einen Einlauf gebraucht, da er keinen Stuhlabsatz hatte. Es ist zum Schreien! Ein Kalb ohne Biestmilch hat leider kaum eine gute Überlebenschance und obwohl unser Landwirt und die Tierärztin alles Menschenmögliche versucht haben, hat Amadeus diesen Kampf verloren. Noch immer hoffen wir, dass wir Anna retten können und geben all unsere liebevollen Gedanken dem kleinen Amadeus mit auf seine letzte Reise.
Amadeus
11. Februar 2017
Einfach   eingeschlafen,   als   ob   sie   schliefe, ist die liebe Kuhomi Noemi. IIm   April   wäre   sie   21   Jahre   alt   geworden, leider    hat    sie    die    im    Mai    beginnende Weidezeit nicht mehr erleben dürfen. Glücklicherweise         konnte         ihr         der Schlachttod   erspart   werden,   nachdem   ihr 13.    Kalb    im    September    eine    Totgeburt war,     denn     das     wäre     ihr     Todesurteil gewesen. Vermutlich   hat   sie   all   ihre   Kinder   überlebt, umso    mehr    hätten    wir    ihr    ein    längeres Leben in Frieden und Freiheit gewünscht.
Noemi
6. Februar 2017
Er     war     noch     in     tierärztlicher Behandlung        wegen        seines dicken   Beinchens,   dann   hatte   er Verdauungsstörungen              mit Blähungen     und     wurde     erneut behandelt. Wir      alle      sind      noch      immer fassungslos. Eine   weitere   alte   verwaiste   Kuh neben ihrem toten Kalb.
Niko
Am Spätnachmittag ist Anna zu ihrem letzten Kalb Amadeus und all ihren geraubten Kindern gegangen. Es   tut   aus   tiefstem   Herzen   weh,   dass   ihr   nach   14   Jahren   Anbindehaltung   nur   ein   paar   wenige   Monate Freiheit geblieben sind und ihr nicht ein einziger Tag auf einer grünen Wiese beschert werden konnte.
Anna
1. Februar 2017
15. März 2017
Karli
Doris Rauh:
22. März 2017
Doris: Als   ich   gestern   Nacht   nach   der   Arbeit   und   der   Tierklinik   mit   unseren   anderen Patienten   zu   ihr   an   den   Pflegeplatz   gekommen   bin,   hat   sie   gleich   angegeben,   als sie    mich    gehört    hat.    Hat    auch    noch    in    eine    Brezel    gebissen,    ließ    sich    ihre Medikamente geben, hat sich streicheln lassen. Steht   auf,   geht   einen   Schritt   zurück,   legt   sich   auf   die   Seite   und   stirbt   in   meinem Arm. Mein   Gott,   warum   so   schnell?   Sie   hätte   an   ihrem   Pflegeplatz   und   bei   mir   alles gehabt. Sie    hat    bereits    am    Wochenende    in    der    Klinik    schlechter    geatmet,    wenig gegessen, am Pflegeplatz konnten man kaum etwas in sie reinbetteln. Danke, dass wir Dich erleben durften, liebes Julchen.
Julchen
28. März 2017
Roswitha
...    konnte    nicht    mehr    kämpfen.    Nach    drei    Wochen    Auf    und    Ab    in    der    Tierklinik    ist    sie eingeschlafen.   Wenn   wir   ihren   Gefährten   Poldi   sehen,   werden   wir   immer   an   sie   denken   und   daran was wir alles dafür gegeben hätten, sie aufwachsen zu sehen. Bis   zum   letzten   Abend   hat   Doris   so   sehr   mit   ihr   gehofft.   vier   Stunden,   nachdem   sie   ihr   gesagt hatte,   sie   müsse   nicht   mehr   kämpfen,   wenn   es   ihr   zu   mühsam   geworden   wäre,   ist   sie   gegangen, das kleine Mädchen.
31. März 2017
Valerian
Doris:   Der   Nachthimmel   muss   heute   allein   von   diesem   neuen   Stern   ausgeleuchtet   worden   sein.   Klar,   hell   und alle    überstrahlend.    Er    steht    für    immer    für    die    schlimmste    Gleichgültigkeit    und    Missachtung    und    bloße Einstufung dieser Wesen als reine Produktionsgüter. Nur   wenige   Stunden   war   er   bei   uns.   Er   wird   nicht   mehr   das   feuchte,   weiche   Gras   spüren,   die   Sonne,   den Wind,   Schnee,   die   Jahreszeiten   erfahren.   Er   war   ein   Winterbaby   vom   Januar   und   die   eiskalte   Gefühlskälte   und Ignoranz   der   Menschen   hat   sein   kleines   Leben   gekostet.   Sein   Leben   muss   bereits   kurz   nach   der   Geburt   zur Höllenqual geworden sein. Niemand   hatte   ein   solches   Ausmaß   an   Tierquälerei   ab   einem   so   kleinen   liebenswerten   Kerl   vorher   gesehen, außer   dem   Leiter   der   Nutztier-Abteilung   unserer   Tierklinik,   mit   dem   ich   über   die   Fotos   gesprochen   habe.   Die Tierärztin,   die   ihn   eingeschläfert   hat,   und   unser   Landwirt   waren   aufs   Tiefste   schockiert   und   ich   für   mich   fasse es   erst   gar   nicht.   Es   ist   eine   dieser   schlaflosen   Nächte,   die   einem   das   Wasser   in   die Augen   treibt   und   erstarren lässt, mit der Erkenntnis, wozu Menschen fähig sind aus reiner Profitgier. Sein   Leben   war   eigentlich   schon   etwa   acht   bis   zehn   Tage   nach   seiner   Geburt   schwer   erträglich   geworden, aber er wollte doch so gerne leben und hat einen solchen Kampf dafür durchgestanden!
Es   hat   wohl   mit   einer   Nabelentzündung   angefangen,   die   nicht   gesehen   oder   geflissentlich   übersehen   wurde.   Nach   und   nach   hat   diese   zu   metastierenden Abszessen   in   seinem   kleinen   Körper   geführt   und   eine   manifeste   Fesselgelenksentzündung   hervorgerufen   haben.   Dann   muss   der   Schmerz   schier   nicht auszuhalten   gewesen   sein.   Der   Chefarzt   in   der   Tierklinik   meinte,   dass   sich   für   den   kleinen   Kerl   vergleichsweise   "paradiesisch"   angefühlt   haben   muss,   als   ihm der   Fuß   letztendlich   abgefault   abgefallen   ist,   weil   ich   ihn   gefragt   habe,   wie   es   sein   kann,   dass   das   Kalb,   von   einer   minderen   Lahmheit   abgesehen,   fast unauffällig   war.   Er   hat   kurz   nach   seiner   Ankunft   bei   uns   sogar   kleine   Hüpferchen   im   weichen,   tiefen   Strohbett   gemacht,   das   unser   Landwirt   für   die   vom Schicksal   zusammengewürfelte   kleine   Truppe   in   einem   kleinen   Stallbereich   eingerichtet   hatte.   Er   ging   auch   immer   zu   seiner   Ziehmütter,   der   Schwarz-Bunten alten Kuh, um zu trinken. Wir   alle   haben   gehofft,   dass   nur   der   Hornschuh   fehlt   und   das   Klauenbein   noch   intakt   sei,   bis   man   ihn   eben   näher   untersuchen   konnte   und   die   sofort verständigte Tierärztin kam. Sie hat fast geweint, als sie das gesehen hat. Ich   habe   ihm   in   die   Obduktion   nach   Gießen   bringen   lassen   und   ich   hoffe,   dass   die   dort   bereits   eine Anzeige   initiieren.   Wenn   nicht,   denke   ich,   schulden   wir   es dem kleinen Valerian, dass geprüft wird, wer seinem Leiden so lange zugesehen hat. Hätten   wir   ihn   nicht   geholt,   wäre   er   vermutlich   auf   einen   Transport   nach   Holland   geschoben   worden.   Dort   hätte   man   ihn   in   eine   Mastbox   gestellt,   bis   er   etwas Gewicht   zugelegt   hat   und   beim   Schlachten   werden   ja   die   Beine   sowieso   abgeschnitten.   Keiner   hätte   es   deinem   Stück   Fleisch   mehr   angesehen,   welche   Tortur es hinter sich hatte. Wäre   ich   gestern   vor   Ort   gewesen,   ich   schwöre,   ich   hätte   ihn   auf   die   Wiese   getragen   und   ihm   vorher   wenigstens   noch   das   Gras   und   den   Himmel   und   ein bisschen was von dem gezeigt, was er nicht mehr erleben durfte. Er ist im Kreis seiner vertrauten Gesellen der letzten Tage gestorben. Es tut mir so leid, nichts mehr für ihn getan haben zu können.
BELLA ist eingeschlafen! Bella ist schlechter geworden und am Weg in die Tierklinik für immer eingeschlafen. Es tut mir so leid! Sie hat sich trotz aller Widrigkeiten so sehr bemüht, es zu schaffen. Es ist so unendlich traurig und wir hatten alle so sehr auf ein kleines Wunder gehofft. Die winzige BELLA, die behindert in einer großen Ferkel-"Produktions"stätte zur Welt kam und erst einmal von sehr lieben Menschen in Sicherheit gebracht wurde.
23. April 2017
Bella
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