Rüsselheim e. V.
Respektvoller Umgang darf nicht an der Stalltür enden
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Happy

Happy war vielleicht das speziellste Schweinchen in der Obhut von Rüsselheim. Sie stammte aus dem letzten Wurf von Lana, bevor diese mit allen anderen Mutterschweinen im Jahr 2012 gerettet wurde. Obwohl Lana, die jetzt auf dem Gnadenhof Lemuria lebt, in einer der grausamen Abferkelbuchten eingesperrt war, ist sie versehentlich auf Happy draufgetreten und so wurde das Rückgrat bis zu den Hinterbeinchen gebrochen, was zur Lähmung des hinteren Rückens geführt hat. Happy war somit unfähig, die Zitzen ihrer Mutter zu erreichen. Sie wurde von uns aufgenommen und mit Babymilch von Hand aufgezogen. 9 Monate lang wurde Happy von einer Pflegefamilie liebevoll betreut, bis sie eines Tages von der Couch fiel und ihre Verletzungen so schlimm waren, dass sie eingeschläfert werden musste. Danke, dass wir Dich und deine bedingungslose Liebe erleben durften.

Über der Regenbogenbrücke

Schlomi

Eine treue und liebevolle Seele, die vor dem Schlachter gerettet werden konnte und ihren Lebensabend in Rüsselheim erleben durfte.

Jakob

In den frühen Abendstunden des 23. April 2015 ist unser lieber Jakob an seinem kleinen und sehr liebevollen Pflegeplatz vollkommen unerwartet und ohne ersichtlichen Grund für immer eingeschlafen... Jakob war ein Kämpfer und so eine Frohnatur. Er hatte schon mit einem guten Jahr eine eitrige Entzündung am Knochen und er war über 4 Wochen in der Tierklinik mit einer Heilungschance von maximal 10%. Es war ein Kampf, diese Erkrankung zu überwinden Er hatte die schwere Krankheit überstanden und konnte irgendwann wieder aufstehen. Wir gingen zusammen an der Leine spazieren und die Nachbarschaft der Tierklinik freute sich über ihn und war begeistert, dass er das Gras aus den Randsteinen wegfraß und sie belohnten ihn mit Aprikosen und Äpfeln. Hunde waren sehr irritiert, aber Jakob fand alles sehr spannend und wir hatten viel Spaß und Freude als klar war, dass er es geschafft hatte. Nur kurz nach seiner Genesung bekam er ein Problem an der Hüfte und einen Abszess. Er wurde wieder in die Tierklinik gebracht und erholte sich erneut und nach weniger als einer Woche konnte er an seinen neunen kleinen und fürsorglichen Platz umziehen. Er futterte mit bestem Appetit und hatte auch einiges nachzuholen, er war quietschfidel und das vitalste Tier vor Ort. Es gab keinerlei Anzeichen, dass ihm etwas fehlte oder es ihm nicht gut ging. Dennoch ist er am 23. April gegen 19.00 Uhr mit erst knapp 6 Jahren von uns gegangen.

Flecki & Hannes

Eine so traurige Nachricht: Wir haben unsere beiden so sehr geliebten und außergewöhnlich charakterstarken Schweine Flecki und Hannes in der gleichen Nacht verloren. Danke an Julia Winkler, die die beiden immer mit so liebevollen Augen durch die Kamera gesehen hat. Dieser Bilder bleiben auch für die, die sie nicht kannten, damit es unvergessen bleibt, wie groß unser Verlust ist!

21.10.2015 - Sugar - Bullenkälbchen mit Handicap -

                      und Burgi schmerzlich verloren

Rabenschwarze Tage. Wir haben gestern innerhalb weniger Stunden im Schwarzwald unseren lieben und wunderschönen "Sugar" und in Schnaittach unsere schwarze lustige und anhängliche Burgi verloren. Der Tierarzt stand bei der wöchentlichen Bestandskontrolle daneben als Burgi kollabierte und einen Herztod erlitt. - Sie wird in Erlangen obduziert. Sugar ist in wenigen Stunden sehr schwach geworden und verstarb noch, bevor die Tierärztin vor Ort war. Der Tod dieser beiden Tiere erschüttert uns im Innersten.

Emma

Doris Rauh, 14.11.2015: “Und jetzt, warum Du so lange so geschaut hast, Emma, Du wusstest, dass wir uns in dieser Welt das letzte Mal gesehen haben... Und wäre so gerne dort geblieben, weil ich da eigentlich hingehöre, wo unsere Tiere sind... Emma, Du wirst immer in meinem Herzen und der aller sein, die Dich kennenlernen durften.”
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Niki

Auch unsere Niki ist viel zu früh gegangen. NIcht nur von unseren Rindern wird sie schmerzlich vermisst. Sie erlag einer Lungenentzündung. Unser Bestandstierarzt hat sie mehrfach mit Antbiosen versorgt, aber sie hat es dennoch nicht geschafft.
Pialotta und Sadie Viel zu kurz durften sie ihr kurzes Leben in Freiheit und  Sicherheit genießen. Pialotta erlag einer Meningitis und  hat den tapferen Kampf leider verloren. Aus unseren  Herzen werden sie niemals ganz verschwinden. Run free kleine Kämpfer! Eure Freude über die kleinen  Dinge wie Tomaten und Haferflocken fehlen uns und dem  Rudel so sehr.

Mogli 23.06.2016

Unser ganz besonderes Schwein Mogli ist heute für immer eingeschlafen... An seinem ganz persönlichen Pflegeplatz mit allen Mittelchen und Physio und vor allem unendlicher Liebe seiner Pflegemama hat unser großer Kämpfer es geschafft, ein fast normales Leben zu führen. Dann kamen ein paar Rückfälle und immer wieder hat er sich aufrappeln können. Als schließlich keine Besserung mehr eintreten wollte, er vielleicht auch schon seinen eigenen und ganz neuen Plan hatte, mussten wir unseren kleinen Mogli mit der unverkennbaren Radlerhose schweren Herzens ziehen lassen. Er ist nicht alleine gegangen und war behütet wie jeden Tag. Möge er für immer unter Freunden und unbeschwert ab heute wieder alles genießen, was ihm größte Freude bereitet!
3. Juli 2016 - Luise
Doris: “Unter den Besonderen gibt es immer solche, die die ganz Besonderen sind. Mit ihnen geht man eine noch engere Verbindung ein, weil sie anhänglicher sind, ihre Dankbarkeit offensichtlicher zeigen, eine unumgängliche Präsenz zeigen und einfach eine Liebenswertigkeit haben, die aus jeder Pore abstrahlt. Sie sind die, die alles um sich herum vergessen, sobald man sich mit ihnen beschäftigt und die ihren Bauch noch gestreichelt haben wollen, wenn sich schon erste Anzeigen von Muskelkater im Oberarm bemerkbar machen... LUISE gehört zu ihnen. Sie trägt das ALLES in sich. Sie erhellt das Herz von jedem. Luise ist ein Tier, das in einem Großstall wie wir sie haben, immer zu kurz kommt. Wie sehr habe ich mir für sie und Mäxle und einige andere einen kleinen und persönlicheren, familiären Pflegeplatz gewünscht... Ich habe ihn in ihrem 5-jährigen Leben nicht gefunden. Unsere Luise ist gestern gestorben. Es tut mir so leid, dass ich ihr das nicht bieten konnte, was aufgrund ihrer Nähe zu den Menschen ihr innigster Herzenswunsch gewesen wäre: Die immerwährende Verbindung mit Menschen, die sie genauso bedingungslos lieben wie sie uns alle geliebt hat.”
Juli 2016 - Die verlorene ... Mia
12 gerettet und sie verloren. Sie soll wenigstens einen Namen haben, wenn man ihr schon kein Leben gegönnt hat. Sie hatte eine Person, die genau sie haben wollte. Sie wäre freigekauft worden und hatte eine halbe Patenschaft zugesichert. Und obwohl wir ALLE Tiere reserviert hatten, hat man sie aus der Herde rausgezerrt, aufgeladen und zum Schlachthof ums Eck gekarrt. Sie war eine der ruhigen und sicher ein braves Mädchen. Wie so viele brave Kuhmädchen, die man nach Jahren im Dienst umbringen lässt. Ich habe es in der Früh gehört, dass sie am Schlachthof steht. Ich habe 2.000 € geboten, dann 3.000 € und dann hieß es zu spät und ein paar Paragraphenreiter haben sich an schwachsinnigen Gesetzen festgebissen, statt einmal einem Wesen in Not zu helfen. Warum musste sie noch sterben? Weil sie nicht tragend war? Wir hätten sie genauso nicht schwanger genommen wie auch mit Drillingen im Bauch. An der einen armen Seele wäre es nicht gescheitert. Nicht trächtig wäre ja noch einfacher gewesen! Wer auch immer ihren unsinnigen Tod zu verantworten hat, wird irgendwann noch an diese unmenschliche und gemeine Entscheidung denken! Sie wird wie Stalker für immer in meinem Herzen und in meinen Gedanken bleiben. Leb wohl Du liebes Wesen, in einer besseren Welt! Wir hätten Dich mehr gewollt als die, die Dich jeden Tag gesehen haben. Es tut mir leid, dass wir mit soviel Niedertracht trotz einigen Jahren in dieser gnadenlosen Branche der Tiervernichtung aus niederen Gründen nicht kalkuliert haben.
Juli 2016 - Céline Bläcki
Auch sie ist soooo goldig und hat ein allerliebstes Gesichtchen! Die kleinwüchsige Céline, nach der lieben Céline genannt, die sie heute gefahren hat und Bläcki war ihr bisheriger Name, weil ihre Mutter Bläck hieß. Als ich sie in Empfang genommen habe, bin ich wirklich über ihren Zustand erschrocken. Sie hatte sicher mehrere Baustellen und war ein kleines Krüppelchen. Leider hat am Ende alles Beten nichts geholfen.
Juli 2016 - Flocki
Er hatte noch keinen einzigen Paten und wurde von uns Flocki genannt. Er war der Kleinste von den Jungbullen, die mit bei den schwangeren Kühen waren, die mit zum Schlachthof gekommen wären. Er war so schön mit seinen beiden Augenflecken und wurde gerade erst vor vier Wochen kastriert. In zwei Wochen wäre die Karenzzeit vorbei gewesen und er hätte auf die Weide zurück zur Herde gedurft. Er war zusammen mit Xaver, dem Jungbullen, den "Weil Tiere lieber leben" aufgenommrn hat. Nun lag er abends tot im Stall und wird keinen anderen Namen mehr als Flocki bekommen... Flocki, wir alle hätten Dir eine längere Entschädigung für das bisherige Elend und viele Weidesommer gewünscht ...
August 2016 - Hannah
Wenigstens die letzten drei Jahre ihres Lebens wurde sie mit aller Liebe und Zuwendung verwöhnt und durfte noch einmal alles erleben, was ihr vorher nicht vergönnt war. Wir konnten ihr das letzte Kalb retten und sie war bis zuletzt eine unendlich liebevolle Mutter. - Auch wenn der dicke Brummer inzwischen soviel größer und vor allem massiger war als unsere alte klapprige Hannah mit der maroden Hüfte. Sie war so schön und so würdevoll und sie bleibt für immer in unserem Herzen. Sie waren unzertrennlich. Soheila hatte das große Glück, ihre Mutter zu behalten, bis die Mutter nicht mehr konnte. Wäre ihre Hüfte nicht so kaputt gewesen, hätte Hannah noch ihre Soheila überlebt, nur damit der ja nicht ja nix passiert.
Dezember 2016 - Kilian
So kurz vor Weihnachten und so kurz vor einem sicheren Leben mit seinen Kameraden und uns haben wir einen ruhigen und braven Bullen verloren, der gerade erst im Mai dieses Jahres ein Jahr alt geworden ist. Er hatte erst am Freitag eine Vollpatenschaft geschenkt bekommen und einen Namen: KILIAN Daher wurde er gestern gleich zusammen mit Yukiko und Balou kastriert. Ich war dabei und er war der Unkomplizierteste von dem Trio. Er hat so friedlich geschlafen und geatmet. Balou hingegen brüllte über zehn Minuten in Narkose - und ohne dass man ihn überhaupt angefasst hatte - wie ein Nebelhorn und die unbetroffen Kumpels auf der anderen entfernten Seite des Gatters brüllten mit. Yukiko musste mehrfach nachgespritzt werden und schlief schier nicht ein. Ich war fast nur mit Beruhigen dieser beiden beschäftigt und Kilian stand als Zweiter nach Balou wieder auf. Yukiko musste aufgestellt werden. Bei den nächtlichen Kontrollen waren alle in Ordnung. Heute morgen um 7.00 Uhr haben alle drei mit gutem Appetit gegessen und sollten am Nachmittag als Ochsen zu ihren Bullenfreunden zurückkehren können. Zwei Stunden später lag Kilian wieder friedlich eingeschlafen und schließlich tot im Stall. Zurück daheim hat mich die Nachricht des Landwirts erreicht und ich mag nicht verstehen, warum ihm sein Leben und uns die Freude, ihn aufwachsen zu sehen, nicht vergönnt war. In tiefer Trauer um Kilian sind wir alle, die ihn kennenlernen durften.
Januar 2017
Doris: “Die letzten Tage bzw. Abende, denn tagsüber bin ich im Büro, habe ich in der  Tierklinik verbracht. Willy ist heimgekommen und im Krankenabteil im Stall. Für ihn suchen wir dringend  einen Pflegeplatz mit ein oder zwei kleineren Schweinen -; bevorzugt mit Ebern, weil die nicht aufreiten.   Dafür ist im gleichen Zug unser Pumpa in die Tierklinik gekommen. Er kommt nicht  hoch. Pumpa kommt aus einer unfachmännischen und sinnlosen Vermehrung und hatte nie  ein schönes lebenswertes Leben. Wir haben ewig um ihn gekämpft und jetzt, wo er  endlich ein Leben hätte das...!  Dazu habe ich ein kleines blindes Zwillingsbüble in die Tierklinik bringen lassen. Es war am Verhungern. Viel zu klein und abgemagert, weil der nächste Depp nicht  erkannt hat, dass es Kokzidiose hat.  Die Kokzidien haben seine Darmzotten zerstört und es konnte die Nahrung nicht mehr  verwerten.  Die Tierklinik hat tagelang um sein Leben gekämpft. Gestern ist der kleine FIETE dann gestorben kurz nachdem ich in die Klinik kam... Er war so lieb. Er war so dankbar und ich war mir mit dem Ärzteteam so sicher, dass er  es schafft.   Der Landwirt hat nicht mal gemerkt, dass er blind ist. Wie sollte er erkennen, dass er  nur noch Haut und Knochen ist...  Mein Gott, was für ein beschissener Weg für ein so unschuldiges kleines Würmchen! 
Fiete
Leni
Doris: “Du warst viel zu klein und viel zu zart für ein Kalb. Lennardt war noch dazu ein  sehr großes Bullenkalb. Du bist viel zu früh schwanger geworden und das auch noch am  falschen Platz. Du wurdest in einem Betrieb geboren, den das Veterinäramt geschlossen  hat, um ein einem Betrieb zu landen, der Euch mit verschimmeltem Futter gefüttert hat,  der den tragenden und laktierenden Kühen kein Kraftfutter gegeben hat und wärst Du  nicht tragend gewesen, hätte man Dich geschlachtet mit dem Großteil der Herde.  Du hast alle Energie Deines miserablen Futters in Dein Kind gesteckt und in die Milch für  ihn. Du hast alles für Ihn getan und nichts für Dich.  Man hat tatenlos zugesehen wie drei Kälber an Dir getrunken haben und erst einen  Tierarzt eingeschaltet, als wir Dich bezahlt hatten.  Die Aufbauspritzen waren nur von kurzer Dauer. Ich denke, dass die Mycotoxine in  Deinem Futter und die hohe Milchleistung Deine Leber kaputt gemacht haben. Unser Landwirt hat gesagt, dass so Lennardt so kräftig und gepflegt aussieht wie Du  ausgemergelt bist. Er ist das plüschigste und kräftigste Kälbchen. Smilla hat ihn nun  neben ihrer eigenen Fay angenommen. Auch ohne ihn werde ich Dich nicht vergessen.  Ich hatte gehofft, so trotzig wie Du Dein Kinn vorschiebst, dass dieser Trotz Dir hilft trotz  aller Widrigkeiten alles durchzustehen. Danke an den Landwirt, der Dir bestes Futter und warmes Wasser gegeben hat, damit  nichts weiter an Dir zehrt. Der Dir eine Decke gegeben hat und Dich gewendet hat und  versucht, Dich aufzustellen. Aber Du hattest nicht die Kraft zu stehen.   Du hast so Hunger gehabt und bis zuletzt gegessen. Sogar in Seitenlage hast Du noch  Heu gegessen, so als ob Du wenigstens einmal im Leben satt werden wolltest.  Ich wünschte, wir hätten Dich früher geholt. Wir waren zu langsam. Ich war zu langsam. 
Am 9. Januar hatte Anna ein winziges und mickrige Bullenkälbchen zur Welt gebracht. Das letzte und einzige, was ihr nach einem Dutzend zuvor entrissener Kälbchen hätte bleiben sollen. Doch nach der Geburt legte sie sich hin und stand nicht mehr auf. Der Landwirt und die Tierärztin kämpften fortan um das Leben der beiden. Anna hat durch die ausschließliche Anbindehaltung keine Muskulatur. Der kleine Amadeus bekam keine Biestmilch bekommen und stattdessen wurde ihm ein Biestmilchersatz eingegeben. Anna bekam Infusionen und währenddessen wurde fortlaufend ihr Herz abgehorcht, um zu kontrollieren, ob sie die Infusionen verkraftet. Anna ist eine riesige Kuh, die man nicht einfach so aufstellt. Wenn eine andere Kuh ihrem Amadeus zu nahe kam, hat sie versucht, diese wegzustoßen. Sie hat nach dem Kleinen gebrüllt, wenn er außer Sicht von ihr war. Dann hat der Kleine einen Einlauf gebraucht, da er keinen Stuhlabsatz hatte. Es ist zum Schreien! Ein Kalb ohne Biestmilch hat leider kaum eine gute Überlebenschance und obwohl unser Landwirt und die Tierärztin alles Menschenmögliche versucht haben, hat Amadeus diesen Kampf verloren. Noch immer hoffen wir, dass wir Anna retten können und geben all unsere liebevollen Gedanken dem kleinen Amadeus mit auf seine letzte Reise.
Amadeus
11. Februar 2017
Einfach eingeschlafen, als ob sie schliefe,  ist die liebe Kuhomi Noemi. IIm April wäre sie 21 Jahre alt geworden,  leider hat sie die im Mai beginnende  Weidezeit nicht mehr erleben dürfen.  Glücklicherweise konnte ihr der  Schlachttod erspart werden, nachdem ihr  13. Kalb im September eine Totgeburt  war, denn das wäre ihr Todesurteil  gewesen. Vermutlich hat sie all ihre Kinder überlebt,  umso mehr hätten wir ihr ein längeres  Leben in Frieden und Freiheit gewünscht.
Noemi
6. Februar 2017
Er war noch in tierärztlicher  Behandlung wegen seines  dicken Beinchens, dann hatte er  Verdauungsstörungen mit  Blähungen und wurde erneut  behandelt. Wir alle sind noch immer  fassungslos. Eine weitere alte verwaiste Kuh  neben ihrem toten Kalb.
Niko
Am Spätnachmittag ist Anna zu ihrem letzten Kalb Amadeus und all ihren geraubten Kindern gegangen.  Es tut aus tiefstem Herzen weh, dass ihr nach 14 Jahren Anbindehaltung nur ein paar wenige Monate  Freiheit geblieben sind und ihr nicht ein einziger Tag auf einer grünen Wiese beschert werden konnte.
Anna
1. Februar 2017
15. März 2017
Karli
Doris Rauh:
22. März 2017
Doris: Als ich gestern Nacht nach der Arbeit und der Tierklinik mit unseren anderen  Patienten zu ihr an den Pflegeplatz gekommen bin, hat sie gleich angegeben, als  sie mich gehört hat. Hat auch noch in eine Brezel gebissen, ließ sich ihre  Medikamente geben, hat sich streicheln lassen. Steht auf, geht einen Schritt zurück, legt sich auf die Seite und stirbt in meinem  Arm. Mein Gott, warum so schnell? Sie hätte an ihrem Pflegeplatz und bei mir alles  gehabt. Sie hat bereits am Wochenende in der Klinik schlechter geatmet, wenig  gegessen, am Pflegeplatz konnten man kaum etwas in sie reinbetteln. Danke, dass wir Dich erleben durften, liebes Julchen.
Julchen
28. März 2017
Roswitha
... konnte nicht mehr kämpfen. Nach drei Wochen Auf und Ab in der Tierklinik ist sie  eingeschlafen. Wenn wir ihren Gefährten Poldi sehen, werden wir immer an sie denken und daran  was wir alles dafür gegeben hätten, sie aufwachsen zu sehen. Bis zum letzten Abend hat Doris so sehr mit ihr gehofft. vier Stunden, nachdem sie ihr gesagt  hatte, sie müsse nicht mehr kämpfen, wenn es ihr zu mühsam geworden wäre, ist sie gegangen,  das kleine Mädchen.
31. März 2017
Valerian
Doris: “Der Nachthimmel muss heute allein von diesem neuen Stern ausgeleuchtet worden sein. Klar, hell und  alle überstrahlend. Er steht für immer für die schlimmste Gleichgültigkeit und Missachtung und bloße  Einstufung dieser Wesen als reine Produktionsgüter.  Nur wenige Stunden war er bei uns. Er wird nicht mehr das feuchte, weiche Gras spüren, die Sonne, den  Wind, Schnee, die Jahreszeiten erfahren. Er war ein Winterbaby vom Januar und die eiskalte Gefühlskälte und  Ignoranz der Menschen hat sein kleines Leben gekostet. Sein Leben muss bereits kurz nach der Geburt zur  Höllenqual geworden sein. Niemand hatte ein solches Ausmaß an Tierquälerei ab einem so kleinen liebenswerten Kerl vorher gesehen,  außer dem Leiter der Nutztier-Abteilung unserer Tierklinik, mit dem ich über die Fotos gesprochen habe. Die  Tierärztin, die ihn eingeschläfert hat, und unser Landwirt waren aufs Tiefste schockiert und ich für mich fasse  es erst gar nicht. Es ist eine dieser schlaflosen Nächte, die einem das Wasser in die Augen treibt und erstarren  lässt, mit der Erkenntnis, wozu Menschen fähig sind aus reiner Profitgier.  Sein Leben war eigentlich schon etwa acht bis zehn Tage nach seiner Geburt schwer erträglich geworden,  aber er wollte doch so gerne leben und hat einen solchen Kampf dafür durchgestanden! 
Es hat wohl mit einer Nabelentzündung angefangen, die nicht gesehen oder geflissentlich übersehen wurde. Nach und nach hat diese zu metastierenden  Abszessen in seinem kleinen Körper geführt und eine manifeste Fesselgelenksentzündung hervorgerufen haben. Dann muss der Schmerz schier nicht  auszuhalten gewesen sein. Der Chefarzt in der Tierklinik meinte, dass sich für den kleinen Kerl vergleichsweise "paradiesisch" angefühlt haben muss, als ihm  der Fuß letztendlich abgefault abgefallen ist, weil ich ihn gefragt habe, wie es sein kann, dass das Kalb, von einer minderen Lahmheit abgesehen, fast  unauffällig war. Er hat kurz nach seiner Ankunft bei uns sogar kleine Hüpferchen im weichen, tiefen Strohbett gemacht, das unser Landwirt für die vom  Schicksal zusammengewürfelte kleine Truppe in einem kleinen Stallbereich eingerichtet hatte. Er ging auch immer zu seiner Ziehmütter, der Schwarz-Bunten  alten Kuh, um zu trinken. Wir alle haben gehofft, dass nur der Hornschuh fehlt und das Klauenbein noch intakt sei, bis man ihn eben näher untersuchen konnte und die sofort  verständigte Tierärztin kam. Sie hat fast geweint, als sie das gesehen hat.  Ich habe ihm in die Obduktion nach Gießen bringen lassen und ich hoffe, dass die dort bereits eine Anzeige initiieren. Wenn nicht, denke ich, schulden wir es  dem kleinen Valerian, dass geprüft wird, wer seinem Leiden so lange zugesehen hat. Hätten wir ihn nicht geholt, wäre er vermutlich auf einen Transport nach Holland geschoben worden. Dort hätte man ihn in eine Mastbox gestellt, bis er etwas  Gewicht zugelegt hat und beim Schlachten werden ja die Beine sowieso abgeschnitten. Keiner hätte es deinem Stück Fleisch mehr angesehen, welche Tortur  es hinter sich hatte.  Wäre ich gestern vor Ort gewesen, ich schwöre, ich hätte ihn auf die Wiese getragen und ihm vorher wenigstens noch das Gras und den Himmel und ein  bisschen was von dem gezeigt, was er nicht mehr erleben durfte.   Er ist im Kreis seiner vertrauten Gesellen der letzten Tage gestorben. Es tut mir so leid, nichts mehr für ihn getan haben zu können. 
BELLA ist eingeschlafen! Bella ist schlechter geworden und am Weg in die Tierklinik für immer eingeschlafen. Es tut mir so leid! Sie hat sich trotz aller Widrigkeiten so sehr bemüht, es zu schaffen. Es ist so unendlich traurig und wir hatten alle so sehr auf ein kleines Wunder gehofft. Die winzige BELLA, die behindert in einer großen Ferkel-"Produktions"stätte zur Welt kam und erst einmal von sehr lieben Menschen in Sicherheit gebracht wurde.
23. April 2017
Bella
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